Mobilität der Zukunft
Erreichen

Multimodalität und Smart Cities – Die Mobilität der Zukunft hat bereits begonnen

7. November 2017

Im Kern der Digitalisierung steckt immer auch der Trend zu einer neuen Mobilität. Die ersten Handys machten uns unabhängig vom Haustelefon und moderne Smartphones eröffnen uns dank des ständig verfügbaren Zugangs zum Internet ungeahnte Freiheiten. In Zukunft werden die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung weiter ausgebaut – was unsere tägliche Mobilität von Grund auf verändert.

Kombinierter Verkehr und neue Mobilität

Wachsende Städte und der Trend zur Urbanisierung machen ein Umdenken bei der Wahl und Nutzung der Verkehrsmittel notwendig. So sind beispielsweise private Autos schlechter ausgelastet als Carsharing-Autos und besetzen viel öffentlichen Raum, der anders genutzt werden könnte. Dank ÖPNV, Taxi, Fahrradnutzung und Bikesharing können wir zukünftig immer häufiger auf Besitz verzichten und uns flexibler durch die Stadt bewegen. Der Trend geht in Richtung „Intermodalität”, das heißt Verkehrsmittel zu kombinieren, und Multimodalität, also der situationsbedingten Nutzung von Auto, Bahn oder Fahrrad. Dabei wird das Smartphone zur Schaltzentrale, mit der ihr euch informieren, buchen und bezahlen könnt. Apps wie moovel machen die Fortbewegung in der Stadt bereits heute einfacher und werden in Zukunft eine noch größerer Rolle im Nahverkehr einnehmen.

Die Stadt der Zukunft

Dafür müssen insbesondere die urbanen Zentren mit dem steigenden Verkehrsaufkommen ihre Mobilitätsangebote erweitern. Die Smart City der Zukunft wird unter anderem folgende Features entwickeln:

  • Moderne Parkleitsysteme werden flächendeckend eingesetzt, um Parkplatzsuche und Lärmbelästigung zu verringern. In Deutschland werden die sogenannten Smart-Parking-Apps beispielsweise im Saarland getestet.
  • Die grüne Welle wird künftig dank Echtzeitmessungen noch gezielter den Verkehrsfluss steuern und dabei auch Fahrräder und Passantenströme einbeziehen. So werden die Ampeln auf den tatsächlichen Bedarf aller Verkehrsteilnehmer abgestimmt.
  • Intelligente Straßen und Radwege können Verkehrs- oder Wetterinformationen direkt auf der Oberfläche anzeigen und so beispielsweise vor Stau oder Glätte warnen. Erste Installationen in den Niederlanden zeigen bereits, wie der Radweg von morgen aussehen könnte.
  • Die Sharing-Economy entwickelt sich weiter und wird einen Großteil unserer Mobilität ausmachen. Die Zahl autofreier Wohnsiedlungen in Kombination mit Carsharing-Angeboten steigt, während Lärm- und Feinstaubbelastung sinken.
  • Das Auto der Zukunft  wird den menschlichen Fahrer überflüssig machen. Dank des Internet of Things sind die Fahrzeuge untereinander vernetzt und werden das Autofahren sicherer und umweltfreundlicher machen.

Was das Konzept der Smart City noch bedeuten kann, zeigt die Stadtplanerin Dr. Cheong Koon aus Singapur hier:

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