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Feinstaubalarm in Stuttgart? Fünf Fragen und Antworten

1. Februar 2017

Besonders im Winter und Frühjahr kommt es in Stuttgart gehäuft zu akuter Luftverschmutzung. Wird an zwei aufeinanderfolgenden Tagen der Grenzwert überschritten, ruft die Stadt Stuttgart Feinstaubalarm aus. Hier findet ihr die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema Feinstaubbelastung sowie viele Tipps, um bei Feinstaubalarm günstig und entspannt durch den Berufsverkehr zu kommen.

1. Was sind die Ursachen für zu hohe Feinstaubbelastung?

Luftverschmutzung durch den Verkehr und sogenannte Komfort-Kamine können im Stuttgarter Stadtkern zu sehr hoher Feinstaubbelastung führen. Aufgrund der Kessellage können Schadstoffe in der Luft nicht abtransportiert werden. Insbesondere im Winter hat die Sonne oftmals nicht genug Kraft, Wetterlagen aufzulösen, um für mehr Austausch zwischen den Luftschichten zu sorgen.

2. Wie erfahre ich, wann Feinstaubalarm ist?

Die praktischste Variante ist, sich die Infos per WhatsApp, Telegram oder Insta als Push-Nachricht auf das Smartphone senden zu lassen. So seid ihr immer und überall auf dem Laufenden. Ihr könnt euch aber auch ganz klassisch im Radio, der Tageszeitung und auf der offiziellen Website der Stadt Stuttgart zum Thema Feinstaubbelastung informieren. Oder ihr nutzt mit Facebook und Twitter das Social Web.

3. Feinstaubalarm? Was nun?

Verzichtet soweit wie möglich auf Fahrten mit dem eigenen Auto oder Roller. Denn ein Auto, in dem meist bis zu 5 Personen Platz haben, ist durchschnittlich mit nur 1,1 Personen besetzt. Um die Feinstaubwerte schnell und effektiv wieder zu senken, steigt am besten auf umweltfreundlichere Alternativen wie Bus, Bahn oder Elektro-Fahrzeug um – oder bildet Fahrgemeinschaften.

Und auch wenn es besonders im Winter in Sachen Gemütlichkeit schwer fällt: Lasst euren Kamin bei zu hoher Feinstaubbelastung lieber aus – und heizt vorrangig ganz konventionell mit der Heizung.

Strafen bei Nicht-Einhalten gibt es aber nicht. Ihr entscheidet selbst, wie ihr gemeinsam für bessere Luft sorgen könnt.

4. Fährt der Stuttgarter ÖPNV bei Feinstaubalarm öfter?

Während der Feinstaub-Saison fährt zum Beispiel die U13 zur Rushhour alle 7,5 statt alle 10 Minuten. Auch die U2 bekommt zu den Hauptverkehrszeiten Unterstützung durch die U19: Sie fährt werktags von 06:00 bis 20:00 Uhr zwischen Neugereut und Neckarpark. Außerdem fährt die S-Bahn pendlerfreundlich mit mehr Waggons.

5. Gibt es Rabatte oder Angebote bei Feinstaubalarm?

Jede Menge sogar! Mit den vielen Park & Ride-Angeboten rund um Stuttgart könnt ihr bei Feinstaubalarm mit dem Parkticket einfach in den ÖPNV umsteigen und weiterfahren. Wer direkt auf Bus und Bahn setzt, fährt mit dem Feinstaubticket im VVS-Gebiet zum halben Preis. Mit der moovel-App könnt ihr mit einer Prise Glück komplett gratis fahren: Ein Zufallsgenerator entscheidet nach einer 50/50-Chance ob ihr zahlt – oder nicht. Eine weitere Alternative in der Feinstaubsaison sind Elektro-Autos, die ihr bei Carsharing-Anbietern zu vergünstigten Konditionen mieten könnt.

Feinstaubalarm bedeutet nicht automatisch mehr Stress im Stadtverkehr – und mit unseren Tipps sorgt ihr für bessere Luft in Stuttgart. Denn weniger Straßenverkehr bedeutet für alle weniger Lärm, weniger Staus und vor allem eben eines: Weniger dicke Luft im Kessel.

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